Sport

Übergeordnete Aspekte und allgemeine Unterrichtsziele im Sportunterricht für das 1. bis 13. Schuljahr


„Bewegung ist das Medium der Entwicklung,…. Die willkürliche Muskulatur des Menschen ist das Organsystem, das uns das Fortbewegen, das Hantieren, das Arbeiten, ja auch das Sprechen erst ermöglicht. Raumorientierung und Zeitgefühl erobert sich das Kind über seine Motorik. Dies kann deutlich machen, dass die Bewegungserziehung einerseits ein alle Fächer durchziehendes Prinzip bildet, andererseits Eurythmie und Leibesübungen wesentliche Elemente der Gesamterziehung sind. …“ [ Pädagogischer Auftrag und Unterrichtsziele – vom Lehrplan der Waldorfschule, Stuttgart 2006, Seite 406]

Im Mittelpunkt steht der Mensch, das gilt auch für den Sportunterricht. Dass heißt Bewegungsqualitäten können nur weiterentwickelt werden, wenn im Rahmen der Unterrichtsplanung auf Basis des leiblich-physiologischen Entwicklungsstandes auch das jeweiliger Alter des Kindes berücksichtigt wird.

Der Vorbeugung von Organ- und Haltungsschäden kommt im Sportunterricht eine große Bedeutung zu. Darüber hinaus fördert das sportliche Mit- und Gegeneinander die soziale Kompetenz – d. h. vor allem Verantwortung für das Ganze und die Bedeutung der eigenen Rolle im Ganzen zu erfahren - und führt durch zunehmende Geschicklichkeit zu einer besseren Selbstwahrnehmung des Körpers. In diesem Zusammenhang kommt der Theorie-Praxis-Verzahnung eine sehr große Bedeutung zu.  

„Die Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit, verbunden mit dem inneren Erleben, wirkt sich auch auf die psychische Belastbarkeit der Kinder aus.“ [ebenda]

Um diese Ziele erreichen zu können, müssen sowohl die Entwicklungsschritte berücksichtigt werden, als auch eine möglichst vielseitige Gestaltung des Unterrichts gewährleistet sein. Das Gefühl der Freude und der wachsenden Kraft sollte immer ein unterrichtstragendes Element sein.