Praktika

Praktika ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, die Welt nicht nur betrachtend, sondern auch außerhalb des Klassenzimmers selbst aktiv zu erfahren. Schon das gemeinsame Pflügen eines Feldes oder der Hausbau in der 3. Klasse sind eine Vorstufe der späteren Praktika. In der 7. Klasse wird meist ein gemeinsames Forstpraktikum in Form einer Klassenfahrt durchgeführt.

In der Oberstufe werden die Praktika der Entwicklung der Jugendlichen entsprechend individualisiert. In der 9. Klasse gehen die Schüler in der Regel zu zweit auf einen Demeter- oder Bio-Hof, wo sie in den täglichen Rhythmus eines landwirtschaftlichen Betriebes eintauchen und Pflanzen und Tiere als Ursprung unserer Nahrung kennenlernen.

In der 10. Klasse verbinden sich Geografie, Mathematik und Kunst im Feldmesspraktikum. Ein Grundstück wird vermessen und berechnet, so dass eine Karte gezeichnet werden kann. Hierbei sind vielfältige Arbeitsschritte in Teamarbeit zu leisten.

Das Motiv der Biografie wird in der 11. Klasse im Sozialpraktikum erfahrbar. Ziel ist es, Menschen in verschiedenen Lebenssituationen zu unterstützen; das Praktikum wird individuell im Kindergarten, Krankenhaus, Altersheim oder in Lebensgemeinschaften mit behinderten Menschen durchgeführt. Sozialpraktika sind auch im Ausland möglich.
In der 12. Klasse sind für diejenigen Schüler, die sich nicht auf das Abitur vorbereiten, zwei berufsorientierende Praktika vorgesehen.

Alle Praktika dauern 3 – 4 Wochen, werden von einem Lehrer betreut und in einem Portfolio dokumentiert und reflektiert. Die Praktika werden mit dem Waldorfschulabschluss in der 12. Klasse nachgewiesen.