Robin Hood our hero!

02.04.2010 00:00

Szene aus dem Musical Robin Hood

Ein englischsprachiges Musical brachte jetzt die 6. Klasse der Freien Waldorfschule Erftstadt auf die Bühne. In zwei Schüler- und zwei Abendvorstellungen spielten, erzählten und sangen die Schülerinnen und Schüler die berühmte Geschichte von Robin Hood, der sich im Sherwood Forest mit dem Sheriff von Nottingham herumschlägt, welcher England in Abwesenheit König Richards regiert, indem er die arme Bevölkerung ausbeutet und ausrauben lässt.
Bevor Robin Hood über die Bösen siegte und Lady Marian zur Frau nehmen durfte, boten die Kinder 70 spannende, actiongeladene und unterhaltsame Minuten, in denen sie durchgehend Englisch sprachen und sangen. „Es ist schon eine kleine Tradition geworden, hier in der 6. Klasse ein Musical aufzuführen“, erklärte Musiklehrer Hans-Georg Schmitz bei seiner Begrüßungsrede auf der kleinen Bühne der Waldorfschule. Doch in diesem Jahr sei es durch die fächerübergreifende Zusammenarbeit von Klassenlehrer, Englischlehrerin und Musiklehrer möglich gewesen, ein Stück in englischer Sprache aufzuführen.
Seit Dezember hatten die Schüler zunächst im Musik- und Englischunterricht die Lieder und Texte gelernt und die Szenen der von Nick Perrin stammenden Kindermusicalfassung erarbeitet. Jeder Schüler hatte mindestens zwei verschiedene Rollen. In den letzten zwei Wochen vor den Aufführungen wurde dann fast ausschließlich auf der Bühne gearbeitet. Während der Proben und der vier Aufführungen waren alle Kinder entweder als Schauspieler auf der Bühne oder spielten in der Begleitband mit, was ihnen viel Probendisziplin und Durchhaltevermögen abverlangte, wie Musiklehrer Hans-Georg Schmitz berichtete.
Er zeigt sich aber begeistert davon, wie die Kinder, jedes auf seine Weise, diese Herausforderung gemeistert und stets vollen Einsatz gebracht hätten. Sie hätten viel Englisch gelernt und sich persönlich und im Sozialverhalten weiterentwickelt, was neben den schönen Aufführungen wichtige weitere Ergebnisse dieser Arbeit seien. Auch gab es eher stille, zurückhaltende Schüler, die durch die Theaterarbeit enorm profitiert hätten. Trotz einiger krankheitsbedingter Ausfälle standen dann am Ende auch fast alle Schülerinnen und Schüler erschöpft aber glücklich auf der Bühne und freuten sich über den begeisterten Applaus.
Viele helfende Hände haben zum Gelingen dieses Projektes beigetragen, wie eine Mutter der 6. Klasse in ihrer Dankesrede erklärte. So wurde die Klasse von einer Instrumentalgruppe begleitet, die sich aus Schülern, Geschwistern, Eltern und Lehrern zusammensetzte. Sie hatten sich in wochenlangen abendlichen Zusatzproben auf die Vorführung vorbereitet. Die Einzelstimmen für die verschiedenen Instrumente waren vom Musiklehrer selber arrangiert worden. Eltern hatten die Kostüme sowie das Bühnenbild hergestellt.
Im Rahmen dieses gelungenen Projektes wurde allerdings auch deutlich, dass die Schule dringend einen Saal benötigt, damit die vielen anspruchsvollen Kunst- und Theaterprojekte - eines der Kernstücke der Waldorfpädagogik - mit den verschiedenen Klassen weiterhin angemessen durchgeführt werden können. Die kleine Bühne, auf der „Robin Hood“ aufgeführt wurde, muss der Erweiterung der Schulmensa weichen, so dass nur noch die  Bühne in der Turnhalle für größere Aufführungen zur Verfügung steht, wodurch aber wiederum der Sportunterricht beeinträchtigt wird.

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