Offene Klassenzimmer und Figaros Hochzeit

02.10.2010 00:00

Offenes Klassenzimmer: Informatikunterricht
Offenes Klassenzimmer: Informatikunterricht

Mit einem umfangreichen Programm ist am letzten Septemberwochenende die Freie Waldorfschule Erftstadt in ihr Jubiläumsjahr zum 20-jährigen Bestehen gestartet. In den ersten beiden Schulstunden nutzten Eltern, Großeltern und Interessierte das Angebot des offenen Unterrichts. Wer immer schon einmal wissen wollte, wie an der Waldorfschule beispielsweise im Werk-, Handarbeits- oder Russischunterricht mit den Kindern gearbeitet wird oder wie moderne Portfolioarbeit funktioniert, konnte dies nun praktisch erfahren.
Die dritte Klasse – in der Waldorfpädagogik kommt dem Theaterspielen in allen Altersstufen eine zentrale Rolle zu – führte das „Tobiasspiel“ auf. Gleich zwei neue Gebäude wurden mit kleinen Schülerdarbietungen eingeweiht. Im großzügigen neuen Schulbistro konnten die ersten Mahlzeiten eingenommen werden. Geschäftführer Matthias Nantke betonte in seiner Ansprache die freundliche und lichtdurchflutete Gestaltung des neuen Gebäudes für den Gartenbauunterricht, einer weiteren Besonderheit der Waldorfschule. Zu den Baukosten hatte die Toyata-Stiftung finanzielle Mittel beigesteuert. Später gab es noch die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Schulführung über alle Gebäude und das pädagogische Konzept der Schule zu informieren.
Nicht wie ursprünglich geplant im Park von Schloss Gracht, sondern aufgrund des schlechten Wetters in der Aula der Waldorfschule fand die Aufführung von Ausschnitten aus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ statt. Verschiedene Ensembles – Mittelstufenorchester, Mittelstufen-chöre, Flötengruppe, musizierende und schauspielende Lehrer – trugen zum Gelingen dieses großen Projektes bei, für das monatelang im Unterricht, auf einer Orchesterfahrt und zu Hause geübt worden war.
Nina Hellmann

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